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Volker Ranisch

Programm


Samstag, 13. Januar, 20.15 Uhr

Volker Ranisch

"Auguste Bolte"
nach Kurt Schwitters

Literatur-Theater

Spiel: Volker Ranisch
Regie: André Steger
Bühne und Kostüme:Judith Kolb
Klangszenografie: Pius Morger
Musik: Christoph Baumann
Maske: Dietrich Noser
Produktionsleitung Ring Theater: Norbert Halter
Ko-Produktion: Ring Theater mit sogar theater, ThiK Theater im Kornhaus Baden, Theater im Burgbachkeller Zug

Eine theatralisch musikalische Fallstudie nach Texten von Kurt Schwitters. Volker Ranisch spielt und singt in einer Inszenierung von André Steger zu Kompositionen von Christoph Baumann. Kurt Schwitters, Merzkünstler und Dadaist, verfolgt mit seinem 1923 entstandenen Text «Auguste Bolte» eine witzig-brillante Idee, die sich aus sich selbst heraus ins Absurde dreht. Er treibt die These vom aufgeklärten Menschen auf die Spitze. Für uns ist dabei einiges zu entdecken an Welterkenntnis und Ge­genwartskritik.
Absurd? Nicht absurder als das Leben selbst. Oder wie Kurt Schwitters sagen würde: «Soll ich Ihnen mal sagen, was 2x2 ist? Vier mein Herr, vier, vier, vier, und manchmal auch fünf, je nachdem, ob Sie Dr. med. oder Dr. phil. sind.»


Das Bündner Tagblatt schrieb dazu:

Es hüpfen die Hühnereier, und eines fliesst sogar vorbei, denn bei den Dadaisten kann sich die Vertikale – wider die herkömmliche Logik – durchaus um 90 Grad in die Horizontale verschieben. Nicht wirkliche Funken sprühen an diesem Abend, gleichwohl ist er ein Feuerwerk. Dieser geschniegelte Herr im Anzug, mit Gilet, Fliege und Schuhen, wie sie Fred Astair einst getragen haben könnte, tritt auf als grosser Entertainer, als Geck, als Zauberer des Worts. Mit tänzerischer Leichtigkeit und Sinn für Musik bringt er den vertrackten, absurden Text zum Funkeln, den Kurt Schwitters 1923 unter dem Titel «Auguste Bolte – eine Doktorarbeit mit Fussnoten» veröffentlicht hat.

Reime im Ungereimten
Doch Schauspieler Volker Ranisch ist nicht nur begnadeter Erzähler, er ist auch Bewegungskünstler, der die Wörter und Sätze geschmeidig in seine Körpersprache integriert. Klar, dass derart ein vergnüglicher Abend entstehen muss, einer aus einem Guss. Reime spielen in Schwitters Erzählung, in der die ungereimtesten Dinge passieren, eine wichtige Rolle. «Was war nun zu tun?» fragte sich Auguste, denn «es war klar» – «Ein unerhörter Reim!» –, «dass da etwas los sein musste». Die Geschichte von Auguste, die zehn Menschen sah, die «in einer und derselben Richtung geradeaus vorwärts gingen», kann nicht resümiert werden, man muss sie hören und sehen. Volker Ranisch serviert sie in kurzweiligen 75 Minuten, André Steger führt Regie.

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